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Tai Chi - Allgemeines über Tai Chi Chuan

Was ist Tai Chi Chuan?

Tai Chi Chuan ist die Lehre der Selbstbeherrschung. Es ist ein Weg der Selbstfindung in einem mechanisierten Leben, eine vorbeugende, therapeutische Körperarbeit, die der Erhaltung von Gesundheit und Vitalität dient. Diese heilgymnastische Übungen entstammen dem »Kung Fu« und zählen zu der inneren oder weichen Schule der Kampfkunst (»Chi Kung«). Die Chinesen nennen es die höchstentwickelste Gesundheitsgymnastik der Menschheit.

Als sanfte Kampfkunst ausgeführt, enthalten die Übungen für die Fortgeschrittenen, das »Tui Shou« und das »San Shou«, durchaus Praktikables für eine notwendige Selbstbehauptung. Diese Bewegungskunst eignet sich für alle Altersgruppen.

Die inneren Kampfkünste »Tai Chi Chuan« und »Qi Gong«

Bei diesen sogenannten Meditations- und Langlebigkeitsübungen handelt es sich um den Versuch in die Ruhe einzudringen, d.h. in die Stille und somit den Versuch das „Chi“ ungehindert fließen zu lassen. Es ist das Streben, das „Chi“ des Körpers mit dem „Chi“ des Kosmos zu vereinen. Für den Mitteleuropäer bedeutet dies allerdings ein langes Studium. Diese Künste – wobei jeder für sich die eigenen Schwerpunkte setzt – sollen uns gesund, jugendlich und heiter stimmen. Beim nur rein technischem Umsetzen von Formen, handelt es sich um noch eine nicht begriffene Kunst. Dies alles setzt daher eine bestimmte geistige Entwicklung voraus. Trotz allem wäre es wichtig, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und sich davor hüten, diese Künste nicht zu mystifizieren oder einem esoterischen Mode-Aberglauben nachzueifern.

Ziel ist, das Tun der Schwachen zu stärken,
das der Starken zu würdigen und den Weg,
der das Ziel darstellt, gemeinsam zu gehen.

Alle die sich ernsthaft um diese Künste bemühen ob Anfänger oder Meister begeben sich viele Jahre als „Suchende nach dem Weg“. Gerade die inneren Kampfkünste sollte man unter harmonischen Verhältnissen angemessen, geschickt und achtsam umzusetzen versuchen. Diese Bewegungs- und Kampfkünste entstanden aus der Verteidigungskultur des „Wu shu“ und aus vielen heilgymnastischen Übungen. Der Begriff Kampfkunst klingt faszinierend, doch hier sollten Themen wie:

Feindseligkeit und
zerstörerisches Denken
an Bedeutung verlieren.

Es ist rund um ein kreatives Übungsfeld für alle Altersgruppen, ohne, als auch mit Waffen, wie mit dem Fächer, Stock oder Schwert geeignet. Kriegerisches Denken entfällt, da diese Geräte einfach als Hilfsmittel der Meditation dienen. Unser gesamtes Tun sollte dazu dienen dem allgemeinen Zerfall der Kultur zu begegnen. Mit einem gestärktem Selbstvertrauen kann sich der Einzelne dem Anspannungsdruck der „Kultur der Härte“ besser entziehen. Im Erwachsenenbereich spannt sich der Bogen des Tai Chi Chuan (Qi Gong) vom „Sicheren auf den eigenen Füßen stehen“ bis hin zum „Tui Shou“, den Versuch mit dem Partner im Gleichgewicht zu bleiben sowie zum „San shou“ der Verteidigung. Im Kinder- und Jugendbereich sind es neben einem kindergerechten Tai Chi als Entspannungsprogramm, Übungen aus den Bereichen „Gesundes Raufen“ des Judo und des Sumo, mit denen auf

Entspanntheit
Nachgiebigkeit
Körperbewusstsein und
Achtsamkeit

hingearbeitet werden sollte und aufzeigen, dass dies besser funktioniert als

Härte und Muskelkraft.


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